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- Was sind Wachstumshormone?
- Längenwachstum – Stimulation der Zellteilung in Knochen und Knorpel.
- Stoffwechselregulation – Anregung der Leber zur Produktion von IGF-1 (Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1), Hemmung des Insulins.
- Energiehaushalt – Förderung des Fettsäureabbaus, Erhalt der Muskelmasse.
- Physiologische Wirkung
- Erkrankungen durch Dysregulation
- Gigantismus: Vor dem Schließung der Wachstumsfollikel (Kindheit), führt zu übermäßigem Körperwachstum.
- Akromegalie: Nach Schließung der Follikel (Erwachsener). Charakteristische Merkmale sind vergrößerte Hände, Füße und Gesichtszüge.
- Wachstumsdepression bei Kindern: Verlangsamtes oder gestörtes Längenwachstum.
- Klinische Symptome: Kleinwuchs, Muskelschwäche, niedriger Muskeltonus.
- IGF-1-Resistenz: Trotz normaler GH-Spiegel niedrige IGF-1-Produktion oder Unempfindlichkeit.
- Syndrome: Laron-Syndrom (IGF-1-Rezeptor-Mutationen), das zu kleinem Körperbau und metabolischen Problemen führt.
- Diagnostik
- Therapie
- Medikamentös: Somatostatin-Analogien (Octreotide, Lanreotide), Dopaminagonisten.
- Operation: Transsphenoidale Resektion des Hypophysetumors.
- Strahlentherapie: Bei nicht operablen Tumoren.
- GH-Substitution: Recombinant GH (Somatropin) – tägliche Injektion, Dosierung an IGF-1-Spiegel angepasst.
- Ernährung & Bewegung: Unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung des Stoffwechsels.
- Prognose und Lebensqualität
- Forschung & Zukunft
- Biologika: Neue GH-Resistenz-Therapien, IGF-1-Modulatoren.
- Genomeditierung: CRISPR-basierte Korrektur von Mutationen in GH-Signalwegen.
- Personalized Medicine: Genetische Profilierung zur Optimierung der Therapie.
- Was sind Wachstumshormone?
- Indikationen für die Verwendung
- Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
- Altersgrenzen und Zulassungen
- Risiken und Nebenwirkungen
- Alternativen zur Hormontherapie
- Fazit
- Was sind Wachstumshormone?
- Indikationen für die Verwendung
- Kinder mit genetisch bedingten Wachstumsdefekten (z. B. achondroplasie, Laron-Syndrom)
- Erwachsene mit Hypopituitarismus, bei denen ein Defizit an mehreren Hormonen vorliegt
- Körperliche Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen, wo eine beschleunigte Regeneration gewünscht ist
- Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
- Zulassungsstatus: Die rekombinanten Formen des menschlichen Somatotropins sind im europäischen Markt zugelassen, sofern sie in den Indikationen der jeweiligen Produktinformationen verwendet werden.
- Verschreibungspflicht: https://www.vdcard.in/brookmccabe160 Wachstumshormone dürfen ausschließlich von Ärzten verschrieben werden. Der Arzt muss eine Diagnose vorlegen, die die Anwendung rechtfertigt.
- Apothekenpflicht: Die Verteilung erfolgt über Apotheken, die sich an die Qualitätsstandards der Arzneimittelgesetzgebung halten müssen.
- Altersgrenzen und Zulassungen
- Befund: Sobald das Knochenwachstum abgeschlossen ist, wird die Wirksamkeit reduziert, da die Wachstumsfugen (Epiphysen) geschlossen sind.
- Empfehlung: In der Regel werden Wachstumshormone bis zum Alter von etwa 18 – 21 Jahren eingesetzt, abhängig vom individuellen biologischen Alter und dem Schließungsgrad der Epiphysen.
- Hypopituitarismus: Bei Defiziten, die mit anderen Hormonen zusammen auftreten.
- Erwachsene mit genetischem Wachstumshormon-Defekt: Hier kann eine lebenslange Therapie notwendig sein.
- Risiken und Nebenwirkungen
- Orthostatische Hypotonie
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Erhöhte Insulinresistenz (Risiko für Typ-2-Diabetes)
- Ödeme
- Gefahr von Tumorwachstum: Bei Personen mit bestehenden Tumoren kann die Therapie das Wachstum fördern.
- Alternativen zur Hormontherapie
- Ernährung: Ausreichende Proteinzufuhr, Vitamine und Mineralstoffe
- Sport: Krafttraining und gezielte Bewegungsprogramme fördern das Muskelwachstum ohne hormonelle Intervention
- Pharmazeutische Optionen: In bestimmten Fällen können Medikamente wie GnRH-Analogon oder andere Hormone eingesetzt werden, um das Wachstum zu unterstützen.
- Fazit
| Organ/Gewebe | Wirkung |
|---|---|
| Knochen (Epiphysen) | Wachstum durch Zellteilung und Proteinsynthese |
| Leber | IGF-1-Produktion, Regulation von Glukose- und Lipidstoffwechsel |
| Muskel | Erhalt bzw. Aufbau von Proteinen |
| Fettgewebe | Förderung des Fettsäureabbaus (Lipolyse) |
GH wirkt direkt auf die Zellen oder indirekt über IGF-1, das als Autokrin/Parakrin wirkt.
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b) Unterproduktion – Knochenschwund / Wachstumsschwäche
c) Störung der Signalwege
| Test | Zweck |
|---|---|
| Serum-GH-Messung (nach Stimulationstests) | Ermittlung von GH-Defizienz oder -Überproduktion |
| IGF-1-Konzentration | Spiegel des endogenen Wachstumsfaktors, stabile Kennzahl |
| Bildgebung (MRT Hypophyse) | Tumordiagnose |
| Genetische Analyse | Mutationen in GH-Signalwegen |
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GH-Defizienz: Mit adäquater Substitution kann das Wachstum bei Kindern normalisiert werden; bei Erwachsenen verbessert sich Muskelmasse, Knochenmineraldichte und Lebensqualität.
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Zusammenfassung: Wachstumshormone steuern Wachstum, Stoffwechsel und Energiehaushalt. Dysregulation kann zu Gigantismus/Akromegalie oder Wachstumsdepression führen. Moderne diagnostische Verfahren und gezielte Therapien ermöglichen eine effektive Behandlung, die die Lebensqualität erheblich verbessert.
Wachstumshormone spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Körpergröße und Muskelmasse. In Deutschland werden sie hauptsächlich zur Behandlung von Wachstumsstörungen eingesetzt, doch auch im Bereich der Anti-Aging- bzw. Performancemedizin wird ihr Einsatz diskutiert. Dabei stellt sich häufig die Frage: Bis zu welchem Alter ist die Einnahme von Wachstumshormonen medizinisch zulässig?
Inhaltsverzeichnis
Die meisten Medikamente mit Wachstumshormon-Inhaltsstoffen sind für Patienten bis zum Abschluss des Pubertätszyklus zugelassen. Das bedeutet:
In Deutschland ist die Anwendung bei Erwachsenen nur in sehr spezifischen Fällen zulässig:
Altersgrenze im Detail
| Altersgruppe | Zulässige Anwendung | Typische Diagnosen |
|---|---|---|
| 0 – 18 Jahre | Wachstumshormontherapie bei Wachstumsstörungen | Achondroplasie, Laron-Syndrom, Hypopituitarismus |
| 19 – 21 Jahre | Fortsetzung bei fortgeschrittenem Wachstum | Bei noch offenen Epiphysen oder genetisch bedingten Defekten |
| > 22 Jahre | Nur bei spezifischen hormonellen Störungen | Langer Dauerbedarf (z. B. Hypopituitarismus) |